Immer ist das Herz weitsichtiger als der Verstand je scharfsinnig sein kann. Und wir müssen aufpassen,
dass wir mit der Scharfsinnigkeit des Verstandes die Weitsichtigkeit des Herzens nicht verletzen.

V. Frankl/G. Funke


Mediation und Beratende Mediation


Mediation ist ein Verfahren zur konstruktiven, gemeinsamen und gewaltfreien
  • Klärung von Konflikten,
  • Entscheidungsfindung und 
  • Klärung von Beziehungen.
Dabei unterstützt ein Mediatoren-Team/Mediator die Dialog- oder Streitparteien darin, eine einvernehmliche Entscheidung, eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Meditation ...
  • ... hat das Ziel, einen Konsens zu finden und eine verbindliche Vereinbarung zu treffen,
        die den Bedürfnissen und Interessen aller gerecht wird.
  • ... arbeitet mit Respekt auf Augenhöhe. Durch Sowohl/Als-auch-Denken werden
        Unterschiede und Gegenteile als Teile des Ganzen erkannt.
  • ... ist keine Schlichtung und kein Schiedsgericht.

Die 6 Prinzipien der Mediation

  1. Freiwilligkeit aller Teilnehmer
  2. Allparteilichkeit und Neutralität der Mediatoren
  3. Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit
  4. Offenheit und Informiertheit aller
  5. Vertraulichkeit
  6. Ergebnisoffenheit

Unter der Oberfläche

Sowohl/Als-auch-Denken ermöglicht durch die Einbeziehung der unter der Oberfläche liegenden Konfliktgründe und Anliegen neue bzw. brachliegende oder bisher ausgeklammerte Themen, Anregungen, Potentiale und Ressourcen zu erschließen.



Vorteile

Mediation ...
  • ... ist flexibel, da sie sofort und überall durchführbar ist.
  • ... führt zu tragfähigen und nachhaltigen Ergebnissen, mit denen sich die Beteiligten gerade deshalb
        identifizieren, weil sie die Lösungen selbständig und gemeinsam erarbeitet haben.
  • ... spart im Vergleich zu Gerichts- oder Schiedsverfahren Zeit und Geld.
  • ... ist – anders als ein Gerichtsverfahren – vertraulich. Da Konflikte nicht an die Öffentlichkeit gelangen,
        können alle Beteiligten „ihr Gesicht wahren“.
  • ... ermöglicht die Aufrechterhaltung bestehender Beziehungen, da die Beteiligten nicht Gegner in einem
        Gerichtsverfahren sind, sondern „partnerschaftlich“ Lösungen erarbeiten.
  • Sowohl/Als-auch-Denken in der Mediation erschließt Anregungen, Ressourcen und Synergien und kann
        innovative, zukunftsorientierte Interessen und Bewährtes integrieren.

Mediationsverfahren

Ein Mediationsverfahren wird i. d. R. in sechs Phasen gegliedert:
  1. Einleitung (Wie wollen wir zusammenarbeiten?)
  2. Themenfindung und Information (Um was geht es Ihnen genau?)
  3. Klärung der Interessen und Bedürfnisse (Was ist Ihnen dabei jeweils wichtig?)
  4. Kreative Ideensuche (Was ist denn alles denkbar?)
  5. Auswahl und Bewertung der Optionen (Was ist denn alles machbar?)
  6. Vereinbarung und Umsetzung (So wollen Sie es machen.)

Basis und Arbeitsweise

Ich biete Ihnen Mediation auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation an. Basis heißt, dass ich Ihnen innerhalb der oben beschriebenen Eckpunkte die Möglichkeit biete, hinter die aktuellen Konfliktauslöser und hinter die automatischen Konfliktdialoge, -gedanken und -verhaltensweisen zu schauen.

Dabei werden die Konfliktauslöser und -situationen ohne Gefühle, Verurteilungen, Ansichten, Erwartungen herausgearbeitet. Dies kann dadurch geschehen, dass über die individuellen Empfindungen und Emotionen gesprochen wird. Empfindungen und Emotionen dienen als Wegweiser zu den dahinterliegenden Beweggründen, Interessen und Bedürfnissen, die übersehen, nicht berücksichtigt, nicht erfüllt wurden und werden. Dadurch kommen die jeweiligen Konfliktursachen der Konfliktparteien zum Vorschein

Durch die gegenseitige Einsicht in die Beweggründe, Interessen und Bedürfnisse der Konfliktparteien entsteht Transparenz, die das notwendige Verständnis und Einfühlungsvemögen für eine gemeinsame Lösungsfindung ermöglicht. Damit ist die Grundlage für einen Konsens, d. h. ein Win-Win-Ergebnis gelegt.

Anwendungsmöglichkeiten des Mediationsverfahrens

Mediation (mit 2 Parteien/Personen)

„Klassische“ Mediation
  • Konflikterhellung, -klärung und Lösungsfindung im Konsens
    • bei Streitigkeiten,
    • bei Konflikten aufgrund verfahrener bzw. unversöhnlicher Situationen
    • im Vorfeld von Zivilgerichtsverfahren

Beratende Mediation (mit 2 Personen)

  • Konfliktvorbeugung bei Spannungen,
    die z. B. andauern, fast unterschwellig sind, das „Klima“ trüben, den (Arbeits-)Alltag belasten
  • Entscheidungsvorbereitung und -findung im Konsens
  • Entscheidungsvorbereitung (ohne Entscheidungsfindung)
  • Entscheidungsfindung im Konsens
    (die Entscheidungsvorbereitung fand vorher außerhalb der Mediation statt)
  • Beziehungsklärung und -veränderung
    in Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, unter Kollegen, in Gruppen, zwischen Geschäftspartnern, etc.
  • Verhaltensklärung (evtl. mit Findung von angemessenem Verhalten im Konsens)
    in Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, unter Kollegen, in Gruppen, zwischen Geschäftspartnern, etc.

1-Personen-Mediation (mit einer Konfliktpartei)

  • Konflikterhellung und -klärung mit einer Konfliktpartei
  • Entscheidungsvorbereitung und -findung
  • Entscheidungsvorbereitung
  • Entscheidungsfindung
  • Einseitige Beziehungsklärung
    bezüglich Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, Kollegen, Gruppen, Geschäftspartnern, etc.
  • Verhaltensklärung
    bezüglich eigenem Verhalten, Partnerschaft, Familie, Nachbarschaft, Kollegen, Gruppen, Geschäftspartnern, etc.